„Mit seinen Gefühlen kommt man durcheinander.
Zu seinen Gefühlen kommt man durch einander.„
Und wer gehört wird, hört auf zu schreien.
Und wer gesehen wird, hört auf zu stören.

Was ist Ihr Anliegen?
- Depression: Niedergeschlagenheit, Freude- und Interessensverlust, Antriebsverlust…
- Angstzustände: Panikattaken, Phobien, Zukunftsängste, generalisierte Ängste, Existenzangst, soziale Ängste, Prüfungsängste…
- Anpassungsstörungen: psycho-soziale Belastungen (Umzug, Trauer, Unfall, Verluste, Trennung, Konflikte…)
- Belastungsstörungen: Alleinerziehend ohne Unterstütung, Überforderung im Beruf oder in der Familie, Betreuung von Angehörigen, Mobbing (Arbeit, Schule), finanzielle Sorgen, Vereinsamung, Gewaltopfer, körperliche Erkrankung
- Zwangsstörungen: Zwangshandlungen, Zwangsgedanken, Zwangsimpulse
- Persönlichkeitsstörungen: mit Beeinträchtigung der zwischenmenschlichen Beziehungen, unzwecksmäßigem Verhalten, hohem Leidensdruck, Selbstzweifel
- Verhaltensstörung: Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, niedrige Frustrationstoleranz, Aggressivität, Wutanfälle
Bei organischen Erkrankungen (z.B. neurodegenerative Erkrankungen), Suchterkrankungen, psychothischen Störungen, Essstörungen, Affektiven Störungen (Bipolar) kann die Kunsttherapie unterstützend angewendet werden und ist gut geeignet in den stabilen Phasen. Vorausgesetzt ist, daß die Patienten sich in einer fachärztlichen Behandlung befinden.
Persönlich Bemerkung:
Was auch immer Sie fühlen, Sie fühlen! Und das ist richtig so. Sie sind nicht gleich krank, nur weil Sie etwas belastet, das Sie in Ihrem Alltag beeinträchtigt. Wenn Sie Durst haben, sind Sie nicht gleich Durst-krank. Sie nehmen ihren Durst wahr und stillen ihn. Doch nehmen Sie Ihre Gefühle auch so unwillkürlich wahr wie Sie ihren Durst wahrnehmen? Vermutlich nicht.
Was sich angenehm anfühlt, nehmen wir ohne Weiteres an. Was sich aber unangenehm anfühlt, sind wir nicht bereit anzunehmen. Und gerade das macht die „unangenommenen“ Gefühle eben unangenehm. Unsere unangenehmen Gefühle schöpfen nämlich ihre Kraft in der Energie, die wir gegen sie anwenden. Eine Energie, die darauf gerichtet ist, all die verdrängten Gefühle zu kompensieren, doch Kompensation kennt keine Zufriedenheit. Unangenommene Gefühle verursachen einen Mangel: Einen Mangel an Anerkennung. Um diese Anerkennung „kämpfen“ wir dann im aussen indem wir uns um den dem unangenommenen Gefühl entgegengestzten Ausdruck bemühen. Ein vedrängter Minderwertigkeitskomplex zum Beispiel wird in Form von Arroganz und Geltungsdrang zum Ausdruck kommen. Die Diskrepanz zwischen dem inneren Gemüt und dem, wie wir uns im aussen geben, wird immer größer. Wir handeln inkohärent, leugnen unsere wahren Gefühle. Wie können wir also in Frieden mit uns selbst sein, wenn wir uns selbst nicht annehmen?
Wir sind verletzliche Wesen. Wären wir bereit uns diese Verletzlichkeit einzugestehen, so würden wir aufhören, das Gegenteil beweisen zu wollen und unser Herz versteinern zu lassen. Wer sich seine eigene Verletzlichkeit eingesteht, ist nicht von Leid geschützt, weißt aber mit ihm umzugehen. Wer sie sich nicht eigesteht widerum, „kämpft“ darum, das Gegenteil zu beweisen. Und so wird das Leben zu einem Kampf. Den man führt, bis man nicht mehr kann.
Der Kampf, den wir also in der Tat gegen uns selbst führen, hört erst auf, wenn wir aufhören zu kämpfen; Wenn wir uns vor unseren unangenhmen bzw. unangenommenen Gefühlen ergeben, sprich wenn wir sie annehmen, ihnen ihre Legitimität zusprechen.
Der therapeutische Dialog, auf den Sie sich mit mir einlassen, führt Sie zu einem Dialog mit sich selbst, der einen inneren Frieden wiederherstellt. Welchen Kampf wollen Sie dann noch im aussen führen, wenn sie innerlich in Frieden sind, zufrieden sind?

Wie gestaltet sich die Kunsttherapie und was sind ihre positiven Wirkungen?
Ihre Anliegen, ihre Bedürfnisse stehen immer im Mittelpunkt unserer Arbeit. Sie entscheiden selbst, ob Sie das Gespräch oder den kreativen Ausdruck bevorzugen. Von mir kommen nur Anregungen, Angebote, die ich in dem Moment als hilfreich erachte. Es steht meinen Patienten frei, sie anzunehmen oder nicht.
Greifen wir auf den kreativen Prozess zurück, so werden die entstandenen Werke, mit Ihrer Erlaubnis, betrachtet, beschrieben und gedeutet, was uns einen Zugang zu Ihrer inneren Welt ermöglicht.
Bei Kindern, die noch sehr intuitiv handeln und eine große Fantasie haben, erweist sich die Kunsttherapie als ein wunderbares spielerisches Kommunikationswerkzeug für die Erkenntnis ihrer (teils unbewussten) Bedürfnissen.
Kunstherapie ist eine bewährte Methode
- bei Übergangs- und Veränderungssituationen
- bei psychischen, psychosomatischen und somatischen Erkrankungen
- zur Entwicklung von Selbstbewusstsein
- zur Förderung der Beziehungsfähigkeit und der Selbstwahrnehmung
- bei der Überwindung von Schicksalsschlägen
- zur Förderung und Stärkung individueller Ressourcen
- als Ausgleich zu leistungsorientierten Tätigkeiten im Beruf und/oder der Schule
- zu mehr Lebensfreude und Vertrauen in den eigenen Fähigkeiten
Die kreative Arbeit wirkt sich positiv aus auf
- Flexibilität: Stärkt die Fahigkeit zum Perspektivenwechsel, neue Wege auszuprobieren.
- Konzentration: Der Patient ist im Hier-und-Jetzt verankert. Der Gedankenkreis wird gestoppt.
- Selbstvertrauen: Keine Leistung ist zu erbringen, kein Ziel muss errreicht werden. Die Bewertungsfreiheit des künstlerischen Prozesses befreit von der Erwartungsangst.
- Selbstwertschätzung: Bewertungs-, Urteilsfreiheit führen zu mehr Akzeptanz und Wertschätzung für das was ist.
- Gelassenheit: Der Patient kann sämtliche Erwartungsängste loslassen und sich vollkommen auf dem Prozess einlassen. Der Prozess ist das Ziel.
- Wahrnehmung: Die Sinne werden durch verschiedene Materialien, Strukturen, Oberflächen angeregt, was die eigene Körperwahrnehmung fördert.
Der therapeutische Prozess liegt im künstlerischen Schaffen selbst (Edith Kramer)

Psychologische Grundlagen der Kunsttherapie?
- Analytische Psychologie: individuelle seelische Strukturen werden in Symbolen und Archetypen (C.G. Jung) dargestellt.
- Humanistische psychologie: Ressourcenorientierung, Selbstentfaltung, Kreativität als heilende Kraft.
- Gestalttherapie: innere Anteile können hervortreten und integriert werden. Der Fokus liegt auf das Hier und Jetzt und den Gefühlen, die in dem Moment hochkommen.
- Tiefenpsychologie: als symbolischer Ausdruck des Unbewussten. Verdrängte Inhalte und Konflikte können sichtbar werden.
- Systemischer Ansatz: Aufdeckung von familiären oder sozialen Bezügen durch Raumgestaltung.


