
Es sind Grenzen, die man braucht. Werden sie nicht gesetzt, so brauchen wir das, was über die Grenzen hinausgeht, und das geht sehr weit, endlos weiter. Es ist eben grenzenlos.
Freiheit hat nichts mit grenzenlosen Forderungen, Ansprüchen zu tun. Freiheit hat mit Zufriedenheit zu tun.
Frei waren wir mal. doch wie hätten wir sie zu schätzen gewusst ohne jemals gefangen zu sein? Wie würden wir sie begehren, ohne sie erst verloren zu haben? Und so kam, dass wir uns fangen liessen… von den Ansprüchen und Forderungen, die uns treiben. Wir sind Sklaven unseres Verlangens. Ob wir sie ernten oder tragen, wir sind alle Sklaven unserer „Wolle“.
Und von ihnen gilt es sich zu befreien, um nicht mehr getrieben zu sein. Um nicht mehr mehr zu wollen, als nötig ist. Konsum ist Nötigung, keine Notwendigkeit. Der Windhund ist nicht frei, dem Kaninchen nachzulaufen, sondern dazu gezwungen, Opfer seiner Trieben. All das Zeug, das wir zu gebrauchen denken, zeugt vor unbefriedigten Bedürfnissen. Werden sie nicht befriedigt, so sind wir eben nie zufrieden… und freilich, nie frei. Nur so viel bedarf es… um glücklich, zufrieden und frei zu sein.