
Er unterbricht einen ständig. Er redet laut, wenn alle still sind. Er nimmt ungefragt und rücksichtslos das Wort. Seine Mitteilungen scheinen immer wichtiger zu sein als die der anderen. Er will gehört werden… Doch er erntet nur den Spot. Er hört sich nur sagen, er soll gefälligst leise sein, andere zu Wort kommen lassen, leiser reden, usw…
Und so fühlt er sich nicht gehört.
Er zieht sich auffällig oder nur scharz an. Er schmückt sich mit Tatoos und Piercings. Er färbt sich die Haare rot, grün, gelb, blau. Er macht alles, nur nicht was alle tun. Er will gesehen werden… Doch er wird belächelt, zurückgestoßen, stigmatisiert und kritisiert.
Und so fühlt er sich nicht gesehen.
Nicht das, was er sagt, nicht das, was er trägt ist wichtig. Gehört und gesehen will das, was dahinter steckt, was er drunter versteckt. Das was er sich nicht auszuleben traut und selbst verpönt.
Wenn du unsichtbar bist, wenn du stimmlos bist, dann nur, weil du dich selbst nicht siehst, weil du dich selbst nicht hörst. Das geben dir die anderen nur zu verstehen. Du solltest ihnen danken für den Hinweis.
Und jetzt bleib still, lass die Artefakten. Was ist das, wovor du so Angst hast? Was ist das, was du so angestrengt zurückhälst? Soll ich’s dir mal sagen? Bist du bereit, die Verantwortung dafür zu tragen, anstatt, dass du alle anderen die Schuld dafür gibst, daß du nicht angenommen wirst?
Könnte es sein, dass du dich klein hälst, weil du vor deiner wahren Größe Angst hast? Angst, sie zu verantworten, ohne bequeme Schuldzuweisungen mehr. Angst hast vor Ablehnung, so wie du es mit deinem großen Redewerk, deinem schrillen Stil immer wieder erfährst. Angst will bekanntlich bestätigt werden.
Höchste Zeit anzuhalten, hinzufühlen, loszulassen, aufzumachen. Du bist großartig und du weigerst dich es dir einzugestehen. Nimm dich an! Nimm dich einfach an, das wird sehr angenehm… angenommen!!!