Addiction

Si la dissociation est inscrite au catalogue des troubles psychiques, elle peut se révéler bénéfique lorsqu’elle est consciemment induite. Se dissocier de son corps peut permettre de le ressentir pleinement, de le percevoir comme une entité à part, entière. L’exercice de dissociation consiste à libérer le corps de nos pensées, du mental (son nom est programme). Dès lor, il cesse de nous appartenir et se révèle tel un trésor dont nous devons prendre soin et c’est avec l’oeil de la raison que nous l’observons.

Ressentir son corps, l’entendre, c’est être à l’écoute de son âme, dont il est l’expression, le vecteur. Nous nous reconnectons à notre âme lorsque nous posons un regard neutre sur notre corps. Mais alors me direz-vous, tout va bien dans notre civilisation entièrement vouée à son culte ? Malheureusement non !

Nous ne nous mettons pas à l’écoute de notre corps lorsque nous réservons la prochaine séance de pilates, fréquentons quotidiennement les salles de musculation, courrons 3 fois par semaines ou prenons soin de notre peau chaque soir devant le miroir. Rien de tout cela n’est mal, si ce n’est que toute cette auto-discipline se résume finalement à un „acte manqué“. En effet, nous ne sommes pas à l’écoute de notre corps, nous nous efforçons plutôt de le façonner au gré de modes, de trends et autres tendances. Nous obéissons à notre mental et à toutes les convictions, toutes les croyances qu’il nous impose. Prendre soin de son corps c’est bien, mais pas de la façon dont malheureusement nous éduquons nos enfants, c’est-à-dire avec la volonté d’en faire quelque chose qui corresponde à une norme ! Être à son écoute, c’est toujours avoir à l’esprit qu’il ne nous appartient pas, mais que nous en avons la responsabilité. De la même façon que nous devrions élever nos enfants.

Ce n’est pas à notre corps de se mettre à notre service, c’est à nous de nous mettre au sien. La pensée est un corps exogène qui se substitue à la raison et rompt ainsi le lien entre celle-ci et le corps. Le corps est un outil qui, bien entretenu, nous rend de bons et loyaux services.

Nous nous trompons sur les symptômes du manque. Ils ne résultent pas d’un besoin d’apport en substance addictive. Ce n’est pas le corps, mais la pensée qui en redemande. À travers les tremblements, les sueurs froides et les nausées, c’est l’âme et la raison, contraintes au silence, qui tentent de se faire entendre. Ces cris se font d’autant plus bruyants qu’ils sont étouffés longtemps.
N’oubliez jamais, lorsque vous les entendez, de vous mettre à leur écoute. Pensez que c’est le mental qui ressent la douleur et non pas votre corps. Le corps ne ressent pas la douleur, il peut bien pourrir, se nécroser, il n’en souffrira pas. Seul vous et votre „maux dits mental“ la ressentez. Reprendre de cette susbstance addictive ne calme pas le manque, cela musèle la raison.

Quittez votre mental, coupez-vous de la douleur et occupez-vous de votre corps. Quitter son corps pour mieux le ressentir, cela peut sembler paradoxal. Mais en ne faisant qu’un avec lui, vous ne pouvez entrer en dialogue avec lui. En vous en dissociant, vous faites deux et alors un dialogue peut être établi. Plus vous vous mettrez à son écoute, plus les cris de la raison qui cherche à vous y ramener se feront doux et bienfaisants.

Begleitung im therapeutischen Prozess

Leid hat eine vielfältige Art und weise sich auszudrücken. Wir sind bemüht sie alle zu benennen und für jede dieser Ausdrucksformen, eine passende Therapie anzubieten. So finden sich Therapeuten für Angst, Depression, Trauma, Zwang, Burn out, Essstörung, usw…

Festzustellen ist tatsächlich, dass jede dieser Erkrankungen ihre eigenen Merkmale hat. Das Essverhalten des zwanghaften mag relativ irrelevant sein, doch viele Essgestörte Patienten entwickeln Zwänge. Depression zeigt sich durch eine ausgeprägte Antriebslosigkeit, Angst durch ein Vermeidungsverhalten. Doch die Depression ist gekennzeichnet durch tiefe Ängste, und die Angst selbst kann zu einer depressiven Verstimmung führen. Sie so auseinanderzunehmen, als wären sie unterschiedliche Krankheiten, mag also doch nicht so sinnvoll sein.

Ist schließlich die konventionelle Psychotherapie und ihre multiplen Verfahren nicht das medikamentöse Pendant der Körper-Medizin? Beansprucht sie nicht für sich die Behandlung der verschiedenen Störungen durch entsprechende Methoden, die letztendlich jeweils die Symptomen lindern, jedoch nicht die Ursache behandeln? Der Patient mag nach einer gewissen Zeit eine Verbesserung erleben, doch hat er nicht nur eine neue Verhaltenstechnik erlernt? Hat er nicht nur gelernt, anders zu funktionieren und zwar so, dass die Symptomen in Schach gehalten werden?

So wird es einer belehrten Gesellschaft ermöglicht, die Behandlungsfähigkeit für sich zu beanspruchen, welche Fähigkeit durch qualifizierte Ausbildung erworben werden will. Man ziert sich mit Qualifikationen, die man Qualifi-zierung nennt.

Je mehr ich mich mit meinen Patienten und ihren Störungen auseinandersetze, desto mehr erkenne ich deren gemeinsamen Nenner, nämlich das Leid, das sich in sämtlichen Symptomen ausdrückt, und seinen eigenen Ursprung in sonst was findet. Um an dieses Leid zu kommen, braucht es nicht zwangsläufig eine langwierige, meist teure Ausbildung. Zumindest ist diese nicht der Garant für einen bewussten Umgang mit dem Leid, höchstens mit den Symptomen.

Auf Letztere zu fokussieren kann meines Erachtens contra-produktiv sein, denn man nimmt dem Patienten genau das weg, was ihm bisher geholfen hat: seine Schutzmechanismen und zwar, ohne das zu lösen, weshalb sie entwickelt wurden. Es kann tatsächlich bewirken, dass der Patient sich von ihnen befreien, doch er trickst sich so nur selbst aus. Die Symptomen allein auszuschalten ohne die Spannung rauszunehmen ist wie auf die Flamme zu pusten ohne die Glut auszulöschen.

Denn, was ist mit dem Leid? Dieses braucht vielmehr eine Akzeptanz, eine Legitimität, die vom Therapeuten einzig und allein verlangt, dass er einen schützenden Rahmen schafft, indem der Patient in Kontakt mit seinem Leid kommen kann ohne die Mechanismen hochzufahren. Ist dieser Rahmen gegeben, so erfährt der Patient, dass sein Leid als solches, als Gefühl, ihm nichts anhaben kann. Es anzunehmen entzieht ihm seine Kraft, die in der Aufrechterhaltung der Abwehrmechanismen geschöpft wird. Nicht mehr gegen sein Leid zu kämpfen macht es machtlos. Den Patienten dahin zu bringen ist letztendlich alles was der Therapeut durch seine Begleitung und nicht durch seine Intervention, tun kann und braucht.

Gelingt es dem Patienten sein Leid zu fühlen, anzunehmen und loszulassen, so gibt er automatisch seine ganzen Abwehrmechanismen auf. Diese ergeben sich von selbst, bzw. vor dem Selbst. Dadurch, dass das Leid, gegen das sie gerichtet sind, nicht mehr verdrängt, sprich bekämpft, wird, gibt es keinen Grund mehr sich dagegen zu wehren.

Leid ist schließlich keine Krankheit. Es ist ein Bestand des menschlichen Lebens und es lässt sich niemals vermeiden. Viktor Frankl sagt zurecht: „Der Mensch muss wieder lernen Leidensfähig zu sein“. Das Grad des Leids oder dessen Empfinden ist entscheidend für den Prozess des sich Ergebens. Ebenfalls entscheidend ist die Fähigkeit des Therapeuten, dem Patienten Halt zu gewähren, ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln. Das heißt, der Therapeut initiiert den Prozess nur, wenn er von sich weiß, dass er vor der Reaktion des Patienten auf die Konfrontation mit seinem Leid Ruhe bewahren kann. Schließlich darf der Therapeut von der kathartischen Wirkung der Konfrontation nicht mit-überwältigt werden, sondern ihr mit Ruhe entgegenwirken, wie etwa die Hebamme, die die Arme offen hält, während die Mutter das Kind zur Welt bringt.